4. April 2008

DuneRace

Heute kam die Wertungsetappe DuneRace an die Reihe.
Die Teams mussten in der Hausdüne einen Rundkurs von ca. 15 km zweimal durchfahren.
Zeit dafür war 3 1/2 Stunden - reichlich, mag sich so mancher denken.
Die DuneRace-Etappe gilt auch als einiges leichter als die gestrige Königsetappe.

Allerdings war der Sand heute - wahrscheinlich durch die starke Hitze - ganz anders wie gestern. Stellen, die man gestern in der Düne noch mühelos und mit einiger Geschwindigkeit durchfahren konnte, waren heute fast unpassierbar.

Das Rappelkiste-Team hat sich heute einige Male festgefahren und konnte nun endlich mal die 2! Schaufeln aus der Originalverpackung befreien. Trotz Einsatz der Sandbleche mussten die beiden zweimal eine halbe Stunde schippen und haben so leider einiges an Zeit verloren. Verletzungen gabs auch noch - Uwe ist beim Schaufeln an den Auspuffrest gekommen und hat sich verbrannt. Aber Dennis hat vorbildliche Erste Hilfe geleistet.

Leider haben die beiden für die erste Runde durch den Rundkurs ziemlich genau 3 Stunden gebraucht und hatten somit nur noch 30 min Restzeit für die zweite Runde. Sie haben nach der ersten Runde dann aufgehört, da der Kontrollpunkt der nächsten Runde zu weit entfernt war. Zudem waren sie ganz schön fertig. Heute war es wohl extrem heiß, im Auto hat es immer 40° - und Fahrtwind gibt es bei so schwierigem Terrain keinen.

Heute war der Sand super schwer zu fahren, auch einige Profis hatten zu kämpfen. Es liegen zwar noch keine Ergebnisse vor, aber Uwe meinte vorhin, sie wüssten nur von einem einzigen Team in der Amateurklasse, die die beiden Runden innerhalb der vorgegeben Zeit geschafft haben. Warten wir mal die Ergebnisse des heutigen Tages ab.

Man kann sich diese unterschiedlichen Sandverhältnisse vorstellen wie Schnee. Manchmal ist er ganz weich und man sinkt sofort ein und manchmal ist er bretthart. Heute war der Sand an vielen Stellen so körnig und man ist richtig eingesunken.

Alle Teams waren sich einig, dass die heutige Etappe bei den gestrigen Sandverhältnissen relativ leicht zu fahren gewesen wäre - aber da steckt man halt nicht drin.

Ja, nachdem unsere Teams heute schon mittags um 1 fertig waren mit ihrem Pflichtprogramm und sich im Schatten ein wenig entspannt hatten, sind sie noch ein bisschen in der Gegend rumgefahren. Sie konntens wohl nicht lassen...

In der Wüste ist es ganz seltsam. Wenn man fährt siehst du weit und breit keinen einzigen Menschen, keinen Kaktus, keine Zelte - einfach nix. Aber wenn man anhält, dauert es keine 3 Minuten und schon stehen ein paar Kinder oder Erwachsene um das Auto herum und strecken die Hand aus. Gegen ein bisschen Kohle oder T-Shirts oder seien es auch nur die bunten Aufkleber auf den Autos helfen sie einem bei allem. Entweder schaufeln, oder sie spielen mit ihren Quads Führer aus der Wüste. Egal was. Die Kinder kennen dort anscheinend kein buntes Papier, sie sind da so scharf drauf, dass sie zum Teil sogar schon Aufkleber von Autos einfach so abgerissen haben.

Heute abend findet nun noch das große Packen statt. Der Servicehänger muss wieder richtig beladen und streckentauglich gemacht werden, denn morgen geht es Richtung Heimat (naja, mit kleinen Schritten, ich gebs zu)

Erst müssen sie nochmal eine 90 km lange Wertungsprüfung auf Sand und Schotter ablegen, dann geht es zum Teil sogar auf Landstraßen wieder zurück Richtung Missour.

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